
Zum Jahresende sollten der „Linse“ in Lichtenberg still und heimlich die Lichter ausgeknipst werden. Seitdem wir, das Solidaritätsnetzwerk Berlin, gemeinsam mit Nutzer:innen der „Linse“ und Nachbar:innen für den Erhalt des Jugendclubs kämpfen, ist die von Senat, Bezirk und Träger geplante Schließung endlich ein Thema. Wir haben auf mehreren Kundgebungen und einer Demonstration sowie mit unzähligen Flugblättern, Plakaten und Wandzeitungen bei vielen Menschen ein Bewusstsein dafür geschaffen, was eigentlich gerade vor sich geht: Nämlich, dass die Jugendarbeit in einem Jugendclub wie der Linse in diesem kapitalistischen und profitgesteuerten System, in dem wir leben, keinen Platz hat und deswegen zusammengekürzt werden soll!

Gemeinsam haben wir in den letzten Wochen immer wieder vor dem Rathaus Lichtenberg gegen die drohende Schließung der „Linse“ protestiert – und das wurde gehört! Auf einer unserer Kundgebungen kamen zwei der für die drohende Schließung Verantwortlichen auf uns zu und haben uns Angebote gemacht.

Seit ca. einem Monat laufen unsere Aktionen zur Rettung des Jugendclubs ‚Linse‘. Am 7. November wurden unsere Stimmen auf drei verschiedenen Aktionen für den Erhalt der Linse laut: Wir haben zur Demonstration für den Erhalt der Linse aufgerufen. Im Anschluss fand unser monatlicher Stammtisch zum Thema Linse statt, während wir am Jugendhilfeausschuss im Rathaus Lichtenberg teilnahmen und die Politiker:innen, die dort die Schließung der Linse über Jahre verwalten, herausforderten.

Wer sagt was?

Gegen die Stigmatisierung von Jugendlichen als Kriminelle und Extremist:innen

Der Jugendclub Linse soll bis Ende 2023 geschlossen werden, womit Lichtenberg einen weiteren wertvollen Freiraum für Schüler:innen und junge Erwachsene verlieren würde. Wer ist verantwortlich für diese Schließung und warum kommt sie gerade jetzt?

Unsere “Linse” soll schließen, weil ein Träger kein Plus macht? Das nehmen wir nicht hin und kämpfen dagegen! Schluss mit der Geschäftemacherei mit unseren Freiräumen!

Am Samstag den 12.08. waren wir mit Betriebskampf in Hellersdorf auf dem Stadtfest “Wir sind Klasse” mit einem Stand und zwei Redebeiträgen dabei. Wir hatten viele spannende Gespräche mit Anwohner:innen über das Thema Klasse und über Möglichkeiten, politisch aktiv zu werden.

Am 25.07. sollte ein 62-jähriger Mieter in Berlin-Spandau aufgrund von Mietschulden zwangsgeräumt werden. Weil dieser ankündigte, sich gegen Gerichtsvollzieher und Polizei zu wehren, stürmte im Verlauf des Tages das SEK seine Wohnung. Laut der Polizei fanden sie den Mann danach tot auf. Er habe sich selbst erschossen.

Femizid in Fennpfuhl