#jobcenterunmöglich

Erwerbslose und Aufstocker:innen haben permanent mit dem Jobcenter zu kämpfen: lange Bearbeitungszeiten, Stress mit den Vermietenden, psychischer Druck, Zwang in "Minijobs", etc. In Zeiten von Vereinzelung und Anonymität wollen wir zeigen: Du bist nicht allein!


ÄRGER MIT DEM JOBCENTER?


Immer wieder werden die Lasten und Leiden von Erwerbslosen und Aufstocker:innen ignoriert. Seit der durch SPD und Grüne initiierten Agenda 2010, ist das Jobcenter zuständig für die Sozialhilfe in Deutschland. Dessen Aufgaben bestehen hauptsächlich in der Anwendung des neoliberalen Prinzips von „Fördern und Fordern“, also die Auszahlung des Arbeitslosengelds und gleichzeitig die Vermittlung von Jobs und das Aussprechen von Sanktionen bei Nichteinhaltung der vielen Auflagen.
Ersteres wird vom Jobcenter pauschal durch Statistiken berechnet, die mit der Realität nichts gemeinsam haben. Höhere Lebenserhaltungskosten, individuelle Bedürfnisse und steigende Mietpreise finden dabei kaum Beachtung.

Notwendige Dokumente werden deutlich zu langsam ausgestellt, sodass die Existenz der am Existenzminimum Lebenden noch weiter gefährdet wird. Das spiegelt sich vor allem bei der Beantragung von Wohngeld wieder. Es gibt sogenannte „angemessene Mietpreise und -größen“, die weit unterhalb des Mietpreisspiegels der meisten Städte liegen und somit ganze Stadtteile ausschließen. Ebenso bekommt der Beziehungsstatus „ledig“ eine ganz neue Bedeutung: Das Jobcenter unterstellt jeder Wohngemeinschaft grundsätzlich eine sogenannte „Bedarfsgemeinschaft“ und versucht somit Kosten auf Mitbewohner:innen oder Partner:innen abzuwälzen.

Der psychische Druck auf die Erwerbslosen ist dabei gewaltig: Auf der einen Seite drohen ständige Sanktionen bei Nichteinhaltung von Auflagen. Auf der anderen Seite fällt es vielen Menschen schwer, die Behördensprache des Jobcenters zu verstehen, sodass sie dabei oft Hilfe benötigen. Vor allem migrantischen Menschen wird es dadurch unnötig schwer gemacht.

Ein großes Problem ist auch der Zwang zu sogenannten „Minijobs“ an teilweise deutlich überqualifizierte Fachkräfte. Dadurch wird zwar beständig die Arbeitslosenzahl reduziert, es entstand aber auch Europas größter Niedriglohnsektor, wodurch unter anderem die Zahl der prekären Leiharbeit in Deutschland sprunghaft anstieg. Bei all diesen Auflagen, Forderungen und Zwängen ignoriert das Jobcenter grundsätzlich die verschiedenen Lebensgeschichten der Menschen und zwingt somit Menschen zu einem menschenunwürdigen Leben voller Instabilität und Unsicherheit!

Du oder Menschen in deinem Umfeld sind selbst davon betroffen? Erzähl uns von deinen Erfahrungen und beteilige dich bei bei der Jobcenterkampagne des Solidaritätsnetzwerk Leipzig! Gemeinsam gegen die Vereinzelung, gerade jetzt in Zeiten der Pandemie. Kontaktier uns, wir freuen uns auf dich!


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