Zu den Weihnachtsfeiertagen war das Solidaritätsnetzwerk in Berlin, Köln und Leipzig unterwegs und hat den Beschäftigten im Einzelhandel und den LKW-Fahrer:innen einen Besuch abgestattet.
Erster Weihnachtsfeiertag

Zum ersten Weihnachtsfeiertag, am 25.12., organisierte das Leipziger Solidaritätsnetzwerk eine kleine solidarische Weihnachtsfeier. Um der Vereinsamung in der Weihnachtszeit etwas entgegenzusetzen wurde kollektiv gegessen. Bei Musik, Spiel und Spaß stieg die Laune deutlich. Leute aus der Föderation, sowie aus dem Umkreis des Solidaritätsnetzwerkes kamen vorbei. Im benachbarten Raum lies die Föderation Klassenkämpferisch Organisationen das Jahr mit einer kleinen Diashow Revue passieren.

Zweiter Weihnachtsfeiertag

Am zweiten Weihnachtsfeiertag, den 26.12., war das Solidaritätsnetzwerk wieder bundesweit auf den Beinen. In Berlin sind die Beschäftigten des Einzelhandels im Ostbahnhof besucht wurden. Es wurden kleinen Überraschungspakete auf das Kassenband gelegt. Mit Infoflyern, sollte den Kolleg:innen vermittelt werden: „Du bist nicht allein!“

In Köln wurden die LKW-Fahrer:innen am trostlosen Autohof „Eifeltor“ besucht, um mit LKW-Fahrer:innen ins Gespräch zu kommen, die hier während der Feiertage festsitzen. Sie verteilten Snacks, Obst und das Positionspapier zur Transportbranche von Betriebskampf. Von den Fahrer:innen bekamen wir positive Rückmeldungen und konnten gute Gespräche führen. Ein beim Solidaritätsnetzwerk organisierter LKW-Fahrer berichtet im Video von der Situation der überwiegend osteuropäischen Fahrer:innen.

Auch in Leipzig war das Solidairätsnetzwerk zusammen mit dem Frauenkollektiv auf den bewirtschafteten Rasthof vom Güterverkehrszentrum und dem unbewirtschafteten Rasthof vom „Birkenwalde Süd“ unterwegs. „TV gucken, Handy lesen und nach Hause telefonieren“, das waren die meisten Antworten der LKW-Fahrer auf die Frage, wie sie sich die trostlose Weihnachtszeit auf den Raststätten vertreiben. Viele von den Fahrern wären auch gerne mal nach Leipzig gefahren. Doch es gibt schlicht keine Anbindung an den ÖPNV. So verbrachten die meisten Fernfahrer die zwei Tage mit ihrem Kollegen im Fahrerhaus.

Obwohl wir unsere Flyer sprachlich an die Kennzeichen der LKWs angepasst haben, fehlte eine Sprache: russisch. Das Lohndumping im Transportgewerbe geht auf den Rücken der Arbeiter:innen. Während Unternehmen auf die günstigen Speditionen aus Osteuropa zurückgreifen, greifen diese Speditionen auf Fahrer:innen aus der Ukraine und Russland zurück.

Linktipp: „Positionspapier: Was fordern wir als LKW-Fahrer:innen?“