[Köln] Antifaschistischer Spaziergang zur NS-Gedenkstätte im Gremberger Wäldchen

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Mitte Dezember veranstalteten wir als Solidaritätsnetzwerk Köln einen antifaschistischen Gedenkspaziergang zur NS-Gedenkstätte im Gremberger Wäldchen.

Im Gremberger Wäldchen, also quasi direkt vor unserer Haustür, befand sich von 1942 bis 1945 ein Barackenlager, in dem die Hitler-Faschisten kranke, arbeitsunfähige und schwangere Zwangsarbeiter:innen unterbrachten. Die meisten der dort lebenden Zwangsarbeiter:innen war osteuropäischer Herkunft. Die Bedingungen im Lager waren menschenunwürdig. Während zahlreiche Insassen, denen medizinische Versorgung verwehrt wurde, an ihren Krankheiten oder am Hunger starben, wurden auch viele Zwangsarbeiter:innen durch Gewaltexzesse der Faschisten ermordet, insbesondere bei der Räumung des Lagers im April 1945.

Unser Spaziergang machte an verschiedenen Stationen halt, wo es inhaltliche Inputs zu verschiedenen Themen gab: Zur Gewaltherrschaft der Hitler-Faschisten in Köln, wo es mindestens 300 Zwangslager gab. Zum Lager im Gremberger Wäldchen und der mangelnden Erinnerungskultur im Kölner Stadtleben. Aber auch zur geplanten Verbreiterung der A4, die direkt am Waldgebiet vorbei führt. Durch den Ausbau ist der Ort, an dem sich das Barackenlager befand, massiv bedroht. Zudem tauschten wir uns über den heutigen Rechtsruck und unseren Kampf dagegen aus.

Im Anschluss an den gut zweistündigen Spaziergang gab es noch eine warme Mahlzeit und angeregte politische Diskussionen im Internationalen Zentrum.

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