Auch wir werden uns am 8. Oktober an den verschiedenen Aktionen der Kampagne „Mietenstopp“ in unseren Städten beteiligen.

In Deutschland sind die Mieten in den letzten zehn Jahren zwischen 30 und 100 Prozent gestiegen. Wir werden dadurch aus unseren Stadtteilen verdrängt und unseres sozialen Umfeldes beraubt. Gleichzeitig erleben wir mit der jetzigen Preisexplosion massive Angriffe der Politik auf unsere Lebensbedingungen.

Die aktuelle Diskussion um die Gasumlage sowie die Gaspreissteigerungen schürt die Angst vor dem Gang zum Briefkasten. Schon jetzt sind jährliche Betriebskostenerhöhungen von 1600 EURO keine Seltenheit mehr, Tendenz steigend. Beim Strom sieht es ähnlich aus.

Zudem kündigt Vonovia an, die Temperaturen in den Wohneinheiten zu senken, während andere Vermieter:innen überlegen, das Warmwasser zu reduzieren. Die explodierenden Preise im Supermarkt erschweren die Entscheidung zusätzlich: heizen oder essen?

Wir können und wollen nicht tatenlos zusehen, wie wir in den jetzt schon so kalten Tagen beginnen, zu Hause zu frieren, während Konzernen das Geld in den Rachen geworfen wird. Strom- und Gassperren werden für hunderttausende Menschen eine echte Gefahr, wenn sie die Rechnungen nicht mehr zahlen können.

Darum stimmen wir mit folgenden Forderungen der „Mietenstopp“-Kampagne überein:

• Sofortiger Mietenstopp!
• die Kündigung von Mietverträgen verbieten, wenn diese aufgrund nicht gezahlter Nebenkosten droht
• ein Aussetzen von Strom- und Gassperren
• die Übernahme der Stromkosten für Grundsicherungsbeziehende
• eine substantielle Unterstützung von Menschen mit niedrigen Einkommen durch Anhebung und Ausweitung des Wohngeldes, des Bafögs und Erhöhung der Leistungen in der sozialen Mindestsicherung

… und erweitern die Forderungen:
• Wohnungen für Wohnungslose und Gefüchtete!
• Automatische Anpassung aller Löhne, Renten und Sozialleistungen an die Preis- und Mietenentwicklung!
• Konsequentes Leerstandverbot in Städten, sowie Ausbau der Infrastruktur auf dem Land!
• Stopp der Gasumlage!