Auch im November werden wir täglich mit den Auswirkungen der aktuellen Krise konfrontiert. Und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht! 
Deshalb waren wir auch im vergangenen Monat aktiv und haben gemeinsam mit dem Frauenkollektiv, der Internationalen Jugend, Zora und dem Kommunistischen Aufbau gegen die Teuerungen protestiert!
Wir möchten euch hiermit die Gelegenheit bieten, einen genaueren Überblick über unsere Arbeit im November 2022 zu bekommen.
 

Kundgebungen in der Innenstadt

Jeden Montag sind wir als Föderation Klassenkämpferischer Organisationen (FKO) in der Innenstadt mit anderen Arbeiter:innen auf die Straße gegangen. Wir haben gute Gespräche geführt und konnten bereits einige Menschen ermutigen, sich unseren kontinuierlichen Protesten anzuschließen und darüber hinaus auch an unserer sonstigen Arbeit zu partizipieren.
Am 07. November organisierten wir eine Demonstration zum DGB-Haus im Süden Leipzigs. In den Reden wurde vor allem Bezug auf die Gewerkschaften des DGBs genommen und warum wir die „Sozialpartnerschaft“ mit den Kapitalist:innen ablehnen. So hielt unter anderem Betriebskampf eine umfassende Rede mit dieser Kritik, einen Ausschnitt davon ist auf unserem Instagram– und Twitter-Kanal zu finden.
Am 14.11 hielten wir unsere für dieses Jahr letzte Kundgebung am Augustusplatz ab, da der aktuelle Weihnachtsmarkt Anmeldungen an diesem Ort verhindert. Anschließend schlossen wir uns der „Genug-ist-Genug“-Demonstration an und brachten unsere eigenen Inhalte kraftvoll und laut zur Geltung.
Am 21. November zogen wir dann symbolisch zum Richard-Wagner-Platz um, indem wir eine kurze Demonstration vom Hauptbahnhof bis zum Richard-Wagner-Platz mit anschließender längere Kundgebung organisierten.
Eine Woche später, am 28.11, waren wir als FKO wieder auf dem Richard-Wagner-Platz und schlossen uns anschließend wieder der „Genug-ist-Genug“-Demonstration an. Dabei bekamen wir die Möglichkeit eine Rede zu halten und mit den Teilnehmer:innen sprechen zu können. Viele zeigten sich beeindruckt von unserem kämpferischen Auftreten und unserem Durchhaltevermögen.

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Die Frauen der FKO planten zu diesem Frauenkampftag zusammen mit Zora und anderen Organisationen eine Demonstration in der Innenstadt. Es kamen über 600 Menschen und schlossen sich einer kraftvollen Demonstration gegen Gewalt an Frauen an. Dabei wurde in Reden und Parolen erklärt, warum sich die Frauen in ihrem Kampf nicht auf den Staat verlassen können und dass es stattdessen eine Organisierung von Arbeiterinnen benötigt! 
Darüber hinaus wurde die Verbindung zwischen Patriarchat und Kapitalismus betont und dazu aufgerufen diese Kämpfe zu verbinden. So wurde unter anderem Bezug auf die aktuelle Wirtschaftskrise und die damit verbundene Zunahme von Gewalt an Frauen eingegangen.
Es wurden Parolen gerufen wie: „Frauen, die kämpfen, sind Frauen die leben!“ oder „Clara Zetkin wusste schon: Ohne Frauen keine Revolution!“.
Damit hatte die Demonstration dieses Jahr einen deutlich stärkeren klassenkämpferischen Ausdruck und kann somit als großer Erfolg betrachtet werden! 
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Einen Tag zuvor waren die Männer und nicht binären Menschen der FKO in der Innenstadt und sprachen gezielt Männer zu dem Thema Gewalt an Frauen an.

#NichtAufUnseremRücken-Block in Berlin

Am 12.11 beteiligten wir uns in Berlin auf einer Großdemonstration gegen die Teuerungen am #NichtAufUnseremRücken-Block. Mit unseren Freund:innen der Berliner FKO und anderen klassenkämpferischen Organisationen sind wir laut und kämpferisch als erster Block durch die Stadt gezogen und haben unsere Forderungen für eine solidarische Krisenbewältigung deutlich gemacht. Mit über 5.000 Teilnehmer:innen war dies die größte linke Demonstration gegen die aktuelle Wirtschaftskrise in diesem Jahr. Es war uns eine Freude den Kampf in Berlin zu unterstützen und wir hoffen, dass auch in Zukunft vermehrt städteübergreifende Zusammenarbeit stattfindet!

Sonstige Aktionen

Darüber hinaus fand auch zum zweiten mal der Vortrag zu den Teuerungen am 11. November (am fünften Geburtstag des Solidaritätsnetzwerkes) statt. In der anschließenden lebhaften Diskussion ging es vor allem um die Grenzen von Reformen innerhalb des Kapitalismus, den Sozialismus als Alternative und um die Frage, wie die Stadtteilarbeit in Lindenau verbessert werden könnte.
Mit der Invasion der Türkei in die kurdischen Gebiete am 20. November, beteiligten wir uns selbstverständlich auch an den „Tag X“-Aktionen gegen diesen Krieg des NATO-Mitglieds. Es wurden zwei Demonstrationen organisiert, an welchen wir zusammen mit dem Frauenkollektiv, der Internationaler Jugend und Zora teilnahmen. 

Fazit

Auch wenn die Temperaturen im November kälter wurden, waren wir dennoch jede Woche auf der Straße und haben unsere Positionen in verschiedenen Formen den Leipziger:innen näher gebracht.
Dieses Durchhaltevermögen trägt bereits seine ersten Früchte: Es gibt einige Menschen die jede Woche zu unseren Montagsaktionen kommen und darüber hinaus haben wir auch im Plenum Zuwachs von Menschen bekommen, die an unserer Arbeit teilhaben möchten.

Im Dezember werden wir uns wieder stärker auf unser Stadtteil Lindenau konzentrieren und die Stadtteilarbeit dort intensivieren!

Wir freuen uns darauf auch im letzten Monat des Jahres noch einmal alles zu geben und weiter gegen Kapitalismus und Krise mit euch auf die Straße zu gehen!