2 Jahre Solidaritätsnetzwerk!

Hohe Mieten, miese Arbeit, Schikane beim Amt und Ellbogengesellschaft – allzu oft stehen wir diesen Problemen alleine und isoliert gegenüber. Um das zu ändern, haben wir heute vor zwei Jahren in Cottbus unser Solidaritätsnetzwerk gegründet. Seitdem haben wir uns in verschiedene Städte ausgebreitet, haben neue MitstreiterInnen gewonnen, haben Erfahrungen gemacht, sind gescheitert und konnten Erfolge feiern. 
Wir haben die Zwangsräumungen von Heidemarie und Roswitha abgewehrt und hinausgezögert. Wir haben die Handytarif-Forderungen von 1000€ an einen Kollegen zurückgeschlagen und einen Azubi-Kollegen dabei unterstützt, eine Rückforderung der Drogeriekette Müller abzuweisen. Wir haben mit MieterInnen den Wohnungskonzern Vonovia in ihrem Kölner Büro besucht und unter Druck gesetzt. Wir haben Menschen zu Ämtern begleitet und bei Prozessen Solidarität vor und im Gerichtsgebäude gezeigt. Wir haben bundesweit zur großen Mietendemo gearbeitet, waren auf der Straße, wenn Nazis durch unsere Viertel marschiert sind oder andere Länder überfallen wurden. Wir sind in den Veedeln und Kiezen aktiv in denen wir wohnen und dort, wo die Menschen Veränderung am meisten brauchen – Mit Nachbarschaftsfesten, Kundgebungen und Infoveranstaltungen zu Sexismus, Altersarmut oder rassistischer Benachteiligung.  
Auf diese Erfahrungen, Kämpfe und kleinen Siege sind wir stolz und freuen uns, damit einen kleinen Beitrag zum Wiederaufbau einer kämpferischen ArbeiterInnenbewegung zu leisten. 
Pünktlich zu unserem zweijährigen Geburtstag haben wir außerdem unser bundesweites Soli-Netz-Wochenende mit Delegierten aus den verschiedenen Städten durchgeführt. Wir haben uns über die praktischen Erfahrungen ausgetauscht, unsere Strategie und Taktik systematisiert und in Rollenspielen unsere Organisierungskraft gestärkt. Für alle war es sehr ermutigend auch neue Gesichter aus anderen Solidaritätsnetzwerken kennenzulernen. Das Wochenende hat uns gezeigt, welche Qualitäten wir schon angesammelt haben, wo wir noch Lücken haben und welche nächsten Schritte vor uns stehen.
Wir freuen uns diese gemeinsam mit all unseren MitstreiterInnen zu gehen.
Keiner ist allein – Zusammen Gegenmacht aufbauen!