Nach der Wahl ist vor der Mieterhöhung – Nur mit Organisierung können wir uns helfen!

In den letzten Jahren wird auch rechtsrheinisch massiv gebaut. Doch die neuen Wohnungen von Wohnungskonzernen wie „Vonovia“ sind alles andere als bezahlbar. Oft liegt der Quadratmeterpreis bei 12€ und mehr – das treibt auch die anderen Mieten in die Höhe.

Im Stadtteil Kalk stieg der Quadratmeter-Preis von 9,70€ (2018) auf 11,14€ (2021) – und damit um fast 15 Prozent in nur drei Jahren. Ähnlich sieht es in Mülheim aus: dort stieg der Preis im gleichen Zeitraum bei neu vermieteten Wohnungen von 10,71€ auf 11,81€ um über 10%.

Während die Mieten steigen, bleiben unsere Reallöhne weitgehend gleich. Jetzt, wo Obst und Gemüse durch die Inflation bis zu 40% teurer sind, spüren wir die Miete um so mehr im Geldbeutel.

Die Folge: Immer mehr Menschen müssen sich dazwischen entscheiden bei ihren alltäglichen Ausgaben zu sparen, oder aber noch weiter aus der Stadt raus zu ziehen. Im schlimmsten Fall droht die Zwangsräumung. Wir sagen nein zu dieser Verdrängung!

Hinzu kommt der alltägliche Mietenwahnsinn durch die Vermieter:innen, den wir alle kennen: überhöhte Nebenkostenabrechnungen, Schimmel in der Wohnung, oder fehlende Reparaturen. Und wer sich wehrt, wird unter Druck gesetzt, wie es derzeit in der Stegerwaldsiedlung geschieht (soli-net.de/dewog). Damit muss Schluss sein!

Gegen diese Entwicklung hilft nur eins: sich als Mieter:innen organisieren, rechtlichen Beistand suchen, Öffentlichkeit schaffen, laut werden!

Die Mieter:innen-Bewegung in Berlin hat gezeigt dass das möglich ist: dort haben am 26.9 über eine Millionen Menschen für einen Volksentscheid zur Enteignung großer Wohnungskonzerne gestimmt. Auch wenn damit das Mietproblem nicht komplett gelöst wird – dieser Erfolg war nur durch Organisierung in jedem Stadtviertel möglich. Das können wir in Köln und gerade auf der Schäl Sick auch!

Während die Parteien sich im Bundestag noch um Posten der nächsten Regierung streiten, steht uns die nächste Mieterhöhung bevor. Ein bundesweiter Mietendeckel ist mit der kommenden Regierung nicht in Sicht. Auch nach der Wahl heißt es deshalb: selber organisieren.

Dafür veranstalten wir am 9.10 einen kleinen Demonstrationszug um auf unsere Kampagne „Hilf dir selbst bei Mietproblemen!“ aufmerksam zu machen und uns zu vernetzen. Sie startet um 14:00 Uhr an Kalk-Markt und zieht durch Kalk hin zum Edith-Stein-Haus in der Stegerwaldsiedlung.

Unsere Sofortforderungen

  • Mieten runter, Löhne rauf!
  • Keine Verdrängung durch Modernisierung!
  • Schluss mit der Abzocke bei Nebenkosten und fehlenden Reperaturen bei Schimmel!
  • Zwangsräumungen stoppen!

Unsere Vision: Grund, Boden und Wohnungen in Hand von Mieter:innenräten!