Gestern haben wir in sechs Städten in Deutschland Aktionen gegen Mietexplosionen, Leerstand und Obdachlosigkeit sowie für die Vergesellschaftung von Grund und Boden durchgeführt.

In #KÖLN haben wir uns für eine Kundgebung mit rund 40 Personen auf den #WienerPlatz im Stadtteil #Müllheim versammelt. Mit einem Stand & Redebeiträgen haben wir Interessierte über Probleme von Leerstand, Obdachlosigkeit & Mieter:Innen informiert. Wir wurden bei der Aktion unter anderem mit Redebeiträgen vom Frauenkollektiv Köln, Internationalen Jugend sowie Recht auf Stadt unterstützt. Die Reden thematisierten die Probleme von (weiblichen) Obdachlosen, Auszubildenden und Studierenden. Das OpenMic gab Mieter:Innen die Möglichkeit von Ihren Problemen mit Wohnungskonzern sowie Vermieter:Innen zu berichten. Wir konnten viele Gespräche führen und neue Kontakte knüpfen. Wir werten die Aktion als positiv, wir konnten neue Menschen kennenlernen und unsere Zusammenarbeit mit anderen Organisationen vertiefen.

An der Kundgebung auf dem #LindenauerMarkt in #LEIPZIG haben sich bis zu 30 Personen beteiligt. Zwischen Musik und Redebeiträgen erfolgten viele aufschlussreiche Gespräche, die uns in der Notwendigkeit einer solchen Kampagne bestärkt haben. Es wurden außerdem Gastreden gehalten von der mobilen Jugendhilfe und von einem Aktivisten der „Harnackstraße 10 – Wir bleiben alle!“ Unser Stand war sehr gut besucht und noch nie konnten wir durch eine Kundgebung so viele neue Kontakte knüpfen. Unser Fazit ist also positiv und wir sehen die Aktion als einen wichtigen Schritt in Richtung Nachbarschaftsvernetzung und Etablierung im Viertel als Solidaritätsnetzwerk.

In #BERLIN haben wir bereits am Donnerstag einen Vortrag mit Diskussionsrunde in #Marzahn Veranstaltet. Wir haben darüber informiert, warum die Mieten seit Jahren rapide steigen und warum der Privatbesitz von Grund und Boden maßgeblich dafür verantwortlich ist. Außerdem haben wir über verschiedene Versuche der bürgerlichen Politik diskutiert, die die Mietverhältnisse in der Stadt beheben sollten. Vor allem die Kampagne „Deutsche Wohnen & Co Enteignen“ stand dabei im Mittelpunkt. Denn während die Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne ein Schritt in die richtige Richtung darstellt, darf die Mieterinnenbewegung an dieser Stelle nicht haltmachen. Erst wenn wir die kapitalistische Grund- und Wohnungspolitik überwunden haben, kann Wohnen fair werden. Also, wenn Boden insgesamt vergesellschaftet und nicht in privater Hand ist. Bis dahin ist die Forderung nach höherem Lohn, umsteigende Mieten zu zahlen zentral.

Am Samstag waren wir dann bei der Kundgebung von der „Deutsche Wohnen & Co“-Kampagne vor der SPD Zentrale in Berlin. Es wurde gefordert, dass der demokratisch beschlossene Volksentscheid durchgesetzt wird. Auch hier wurde von verschiedenen lokalen Gruppen nicht nur die Durchsetzung der Vergesellschaftung gefordert, sondern auch ein weiter anhaltender Mietenkampf, der über die Möglichkeiten dieses Systems, den Kapitalismus, hinausgeht.

In #HAMBURG waren wir als Solidaritätsnetzwerk mit dem Antikrisenbündnis in Steilshoop vor dem Einkaufszentrum um 14 Uhr, um sich für Mieter:innen vor Ort einzusetzen. Dabei haben wir auf deren Situation aufmerksam gemacht und auch Mieter der Wohnungen haben sich beteiligt. Zudem kamen mehrere Menschen die in ähnlichen Verhältnissen im Stadtteil leben auf uns zu und baten um Unterstützung. Bei ihnen tropft es von der Decke, es bildet sich Schimmel und Vermieter die einiges vernachlässigen. Wir haben uns ausgetauscht und planen demnächst uns mit ihnen zu treffen. Ein erfolgreicher Tag für die Veranstaltung, die uns zeigt, dass die Probleme in Steilshoop real sind, es Leuten Kraft gibt und den Vermieter dazu bewegt aktiv zu werden.

In #WUPPERTAL wir an zwei Orten in Wuppertal Banner mit diesen Parolen aufgehangen. Auch hier in Wuppertal ist die Wohnungsfrage ein akutes Problem. Wir haben laut Angaben der Stadt etwa 900 Menschen, die keine Wohnung haben. Parallel dazu stehen in Wuppertal 10.000 Wohneinheiten leer. Das ist ein Skandal!

Eine Banner-Aktionen sowie Flyerverteilungen fand in #FFM (Frankfurt) statt.

Mit diesem Aktionstag kommt unsere Mietenkampagne damit vorerst zu einem Abschluss. Nun gilt es die geknüpften Kontakte auszubauen, daraus Kämpfe und Verankerung zu entwickeln und unsere solidarische Selbstorganisierung zu vertiefen.