Auf der ganzen Welt sind zum gestrigen internationalen Frauenkampftag die Menschen auf die Straßen gegangen, um „dort zu kämpfen, wo das Leben ist„. Auch wir, vom Solidaritätsnetzwerk, sind in verschiedenen Städten gemeinsamen mit dem Frauenkollektiv, der Internationalen Jugend und weiteren Verbündeten auf die Straße gegangen. Wir spiegeln an dieser Stelle die Eindrücke des Frauenkollektiv wieder:

 

In LEIPZIG haben wir vormittags eine Kundgebung auf dem Willy-Brandt-Platz in der Innenstadt organisiert. Außer dem Frauenkollektiv beteiligten sich auch die Internationale Jugend, die Kommunistischen Frauen, das Solidaritätsnetzwerk und Zora mit kämpferischen Redebeiträgen an der Kundgebung.

Wir konnten mit vielen Frauen, die interessiert stehen geblieben sind sprechen. Für die Diskussion haben wir einen Fragebogen zum Thema „Gleichberechtigung“ mitgebracht.

Am Ende sind wir sehr kämpferisch und enthusiastisch zur Demonstration vom Femstreik Leipzig aufgebrochen. Wir haben auf dem Alexis-Schumann-Platz mit einer Auftaktkundgebung begonnen. Nach einigen spannenden Redebeiträgen begleiteten Liveacts dem Aufbruch der Demonstration. Nach einer kämpferischen und lauten Demonstration ließen wir den Tag mit der Internationalen Jugend, dem Solidaritätsnetzwerk und Zora im Handstand und Moral ausklingen.

 

In FREIBURG haben wir vormittags mit verschiedenen anderen Organisationen, wie dem feministischen Streikbündnis oder Verdi. begonnen Infostände auf dem Platz der alten Synagoge aufzubauen. Wir selber waren mit der Internationalen Jugend und dem Frauenkollektiv da. Um unseren Infostand herum haben wir neben unseren Flyern Plakate verteilt und geklebt, die über verschiedene Arten der Ausbeutung und Unterdrückung der Frauen aufklären.

Um 5 vor 12 begann die jährliche „Es ist 5 vor 12 – Aktion“ pünktlich. Hier gilt es vor Allem aufzuzeigen, dass die Situation der Frauen sich weiter zuspitzt und wir nicht länger warten können, um etwas zu verändern. Nach einigen Redebeiträgen zog die Demonstration durch Freiburg.

Am Nachmittag beteiligten wir und an der Demonstration des feministischen Streikbündnisses. Mit den Frauen der Internationalen Jugend gemeinsam zogen wir laut und kämpferisch durch die Stadt.

Zum Abschluss des Tages bereiteten die männlichen Genossen der Internationalen Jugend Essen vor, so konnten wir den Tag mit vielen Frauen die wir neu kennengelernt haben ausklingen lassen.

In WUPPERTAL haben wir mit dem Solidaritätsnetzwerk, der Internationalen Jugend und verschiedenen anderen Organisationen eine Kundgebung auf dem Von-der-Heydt-Platz in der Innenstadt organisiert.

Es kamen ungefähr 150 Menschen zur Kundgebung, viele Menschen die in der Innenstadt unterwegs waren blieben zudem bei den Redebeiträgen interessiert stehen und hörten uns zu.

In den Redebeiträgen wurde über die Situation in der Ukraine, Türkei und Kurdistan, über Pflege, Bildung und den §218 gesprochen. Darüber hinaus gab es noch einen Infotisch mit einer Fotoaktion an der man sich beteiligen konnte. Diese könnt ihr unter dem #Solidaritätmit finden.

In BERLIN waren wir mit dem Solidaritätsnetzwerk als klassenkämpferische Demo zum Vorabend des 8. März in Kreuzberg auf der Straße und haben einen Redebeitrag gehalten. Laut riefen wir uns aus gegen Kapitalismus und Patriarchat, für eine freie Gesellschaft. Als Mittel für den Kampf brauchen wir Klassenbewusstsein, internationale Frauensolidariät und Selbstorganisation. Wir stellen uns klar gegen bürgerlichen Feministinnen, die nur einen Teil vom kapitalistischen Kuchen abhaben wollen.

Wir waren laut und wir waren kämpferisch. Grade inmitten einer weltweiten Wirtschaftskrise und Pandemie ist es umso wichtiger auf die Straße zu gehen und sich gegen Kapitalismus und Patriarcht zu stellen, denn immer noch ist die tatsächliche Gleichberechtigung weder in Deutschland noch im Rest der Welt. Auch Clara Zetkin hat schon gesagt: Ich will dort kämpfen wo das Leben ist. Überall auf der Welt, von Buenos Aires bis Istanbul, Frauen, trans, inter und nichtbinäre Menschen sind wir auf der Straße und kämpfen.

In FRANKFURT waren wir mit Aurora FemRat, Internationale Jugend, Kommunistische Frauen, Ria Deeg, YDG, Yeni Kadin, YS, und Zora unter der Parole am Vorabend zum 8. März auf den Straßen. Im Zuge der steigenden Preise und den daraus erschwerten Lebensbedingungen für Frauen insbesondere für arbeitende Frauen in Pflege und Erziehung sind wir diesen 8. März laut gewesen. Bei der revolutionären Demonstration waren knapp 100 Menschen mit vielen lauten Parolen, angefangen haben wir an der Alten Oper um 17:30 und wir haben im Saalbau Gallus geendet.

Parallel zum Vorabend des 8. März haben wir an ihrem gefallenen Tag Genossin Ivana Hoffmann gedacht. Ivana hat im jungen Alter erkannt, dass wir unsere Befreiung als Arbeiter und als Frauen nur selbst organisiert erreichen können. Sie schloss sich dem Kampf gegen den IS und für die Befreiung von Kapitalismus und Patriarchat in der Praxis an. International kämpfen Frauen in den ersten Reihen, so auch Ivana.

Am 8. März haben wir mit den Organisationen der Vorabenddemo um 12:30 eine Kundgebung an der Bockenheimer Warte organisiert und konnten dort viele Frankfurter:innen ansprechen, viele sind stehen geblieben und haben zugehört. Wir haben Tische mit Infomaterial gehabt, zwischendurch gab es Musik.

In KÖLN haben wir als Internationale Frauen aus Köln mit verschiedenen Organisationen eine Demonstration organisiert. Dabei waren ADKH, Courage, CPI, Feministas Colonia, Frauenblick, Frauenkollektiv, Interntaionale Jugend, Komala, Kommunistische Frauen, MLPD, REBELL, SKB, Solidaritätsnetzwerk, Tigray Frauen, Viyan Frauenrat, Women defend Rojava, Yeni Kadin, YS, YXK und Zora.

Bei der Auftaktkundgebung hörten wir kämpferische Redebeiträge und musikalische Kulturbeiträge.

Nach der Auftaktkundgebung setzen wir unseren Demozug in Bewegung. Wir riefen laute kämpferische Parolen, wie „Frauen die kämpfen, sind Frauen die Leben – lasst uns das System aus den Angeln heben“ oder „Jin Jiyan Azadi“.

Durch die Moderation wurden die Worte und Forderungen der Frauen weltweit in Kalk und Mülheim auf die Straße getragen.

Um unserer Forderung nach Verbesserung der Arbeit in der Pflege zu unterstreichen, lief unsere Route am Kalker Krankenhaus entlang.

An Kalk Post angekommen startete unsere Abschlusskundgebung. Auch hier konnten wir weitere Rede und Kulturbeiträge hören.

Durch die Thematisierung verschiedener Perspektiven aus unterschiedlichen Regionen und Ländern konnten wir unseren Kampf gegen Patriarchat und Kapitalismus internationalistisch gestaltet.

Es gab Beiträge von kurdischen Frauen, Frauen aus der Türkei, aus dem Iran, aus Tigray, aus Lateinamerika und aus Deutschland.

Am Abend war die Internationale Jugend bei der Demonstration vom Feministischen Streikkollektiv Frankfurt. Hier haben wir viele Flyer verteilt.

In HAMBURG wurde der internationale Frauenkampftag kämpferisch und mit organisatorischer Vielfalt begangen. Wir waren u.a. vertreten bei dem Solidaritätsmarsch mit dem Streik der Erzieher:innen und Arbeiter:innen des Sozialwesens. Nicht nur die ver.di Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen und höheren Löhnen wurden wiedergegeben – die Redner:innen wurden nicht müde zu betonen, dass für wirklich menschliche Care-Arbeit der Kapitalismus überwunden werden muss.

Der FLINTA Marsch war von beeindruckender Größe und Lautstärke, was auch für den Zora Block galt, in dem wir gelaufen sind.

Der Rest von uns war bei der „wütenden Demo gegen das Patriarchat“, welches symbolisch auch auf der Demo verbrannt wurde. Doch damit wir das Patriarchat tatsächlich zu Asche reduzieren können, müssen wir nicht nur heute kämpfen, sondern auch weiterhin laut sein gegen Gewalt an Frauen, gegen Sexismus in der Schule, Uni, oder Betrieb, und gegen unseren eigenen unreflektierten Sexismus.