Am Montag, den 19. September  waren wir erstmalig bundesweit gegen die Teuerungen auf der Straße. Die Preise steigen immer weiter und die Wohnung warmzuhalten wird für viele unbezahlbar. Währenddessen ist kein Ausgleich der Löhne, Renten, Sozialleistungen usw. an die Inflation in Sicht.

Was wir stattdessen bekommen sind Gasumlage und kalte Klassenzimmer oder Betriebe.
Es zeigt sich deutlich: Während für Kriege und Großkonzerne Gelder in Milliardenhöhe vorhanden sind, sollen wir für die Lasten der Krise zahlen.

In unseren gestrigen Aktionen wurde in ganz Deutschland gezeigt, dass wir dazu nicht schweigen werden. Nur gemeinsam und organisiert können wir uns gegen Preisexlosionen und dieses ausbeuterische System wehren!

Berlin

In Berlin starteten unsere regelmäßigen Kundgebungen vor dem Eastgate Marzahn als Internationale Jugend und Solidaritätsnetzwerk. In den Redebeiträgen wurden die aktuellen Preissteigerungen, die angeblichen Entlastungen der Regierung und die Kriegstreiberei des deutschen Imperialismus kritisiert. Es wurde dazu aufgerufen, sich zu organisieren und gemeinsam gegen die Krise der Kapitalist:innen auf die Straße zu gehen.

Viele Passant:innen blieben stehen, um den Redner:innen zuzuhören. Die neuste Ausgabe der Perspektive und Flyer wurden am Rande der Kundgbeung verteilt, wodurch es auch zu interessanten Gesprächen kam. Zum Schluss riefen wir zu unserer nächsten Aktion am 1. Montag im Oktober in Lichtenberg und am 3. Montag wieder in Marzahn auf.

Freiburg

In Freiburg haben die Organisationen der Föderation Klassenkämpferischer Organisationen die erste regelmäßige Montagsdemonstration gegen die Teuerungen durchgeführt. Zur Kundgebung auf dem Platz vor dem EKZ Weingarten erschienen zwischen 20 und 30 Menschen. Es gab Reden von der Internationalen Jugend, dem Frauenkollektiv und außerdem ein offenes Mikrofon. Bei diesem beschrieben mehre Demonstrant:innen, wie sie die Teuerungen erleben.

Anschließend zog ein kleiner Demonstrationszug durch die Viertel Weingarten und Haslach bis zum Sportplatz in der Langemarckstraße. Während der Aktion kam man mit zahlreichen Passant:innen und Anwohner:innen ins Gespräch und konnte viele Flyer verteilen, die auf künftige Aktionen gegen die Teuerungen hinweisen.

Köln

Als Kölner #NichtaufunseremRücken-Bündnis organisierten wir mit dem Frauenkollektiv, der Internationalen Jugend, dem Solidaritätsnetzwerk, Young Struggle und ZORA am Montag eine Kundgebung im Arbeiter:innenviertel Kalk. Rund 40 Menschen versammelten sich bei Kalk Post und zeigten Protest gegen die Preisexplosion. Es gab ein offenes Mikrofon, an dem in zahlreichen Redebeiträgen deutlich wurde, dass die aktuelle Krise insbesondere uns Arbeiter:innen hart trifft und genutzt wird, um unsere Einkommen von unten nach oben umzuverteilen.

An einem Infostand kamen wir mit zahlreichen Passant:innen ins Gespräch, die sich dort mit Flyern, Stickern und der neuen Ausgabe der Perspektive versorgen konnten. Mehrere Redner:innen riefen dazu auf, sich zu organisieren und gemeinsam Widerstand gegen die Abwälzung der Krisenfolgen auf dem Rücken der werktätigen Bevölkerung zu leisten. Das #NichtaufunseremRücken-Bündnis wird in Köln auch in den kommenden Wochen und Monaten gegen die Preisexplosion auf die Straße gehen und die Angriffe des Kapitals auf den Lebensstandard der Arbeiter:innenklasse nicht hinnehmen.

Leipzig

Bereits zum zweiten Mal organisierten wir als Leipziger Solidaritätsnetzwerk, Frauenkollektiv und Internationale Jugend einen Montagsprotest in der Innenstadt. Unter dem Motto „Krieg und Krise? Nicht auf unserem Rücken!“ versammelten sich 50 Personen auf dem Kleinen Willy-Brandt-Platz. Gemeinsam brachten wir unsere Wut über die staatlich organisierte Umverteilung von Unten nach Oben zum Ausdruck.

Auf die Provokationsversuche von organisierten Faschist:innen durch offensives abfotografieren ließen wir uns nicht ein. Stattdessen machten wir unsere Positionen umso deutlicher! Die Gespräche mit Passant:innen zeigten uns, dass revolutionäre und antifaschistische Kräfte gerade montags sozialen Protest auf die Straße tragen müssen, um dem rechten Gesocks unsere Inhalte und Antworten entgegenzusetzen! Denn wir folgen nicht dem staatlich geförderten Aufschwung der „nationalen Einheit“. Stattdessen schlagen wir uns auf die Seite der Arbeiter:innenklasse, unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder Hautfarbe.

„Der Kapitalismus hat uns nichts zu bieten, als immer wiederkehrende Krisen und Kriege, die von denjenigen ausgebadet werden müssen, die nichts davon verursacht haben!“, sagte Leo vom Solidaritätsnetzwerk. Dafür müssen wir zusammenstehen als Klasse, gegen die Abwälzung der Kriegs- und Krisenkosten auf unseren Rücken und gemeinsam fordern: „Preise runter!“

Wuppertal

Am Montag dem 19.08. begannen wir in Wuppertaler den heißen Herbst mit einer Demonstration zu der wir vom Solidaritätsnetzwerk im Bündnis mit verschiedenen linken und revolutionären Organisationen und Gruppen aufgerufen hatten. Etwa 50 Menschen beteiligten sich. Die Demonstration begann um 18 Uhr mit einer Kundgebung vor dem Hauptbahnhof. Das Solidaritätsnetzwerk hielt die erste Rede in der wir über die Ursachen der Preissteigerung, das kapitalistische und imperialistische Wirtschaftssystem, sprachen.

Mit Parolen wie „Hoch mit den Löhnen, runter mit den Preisen“ zogen wir laut und kämpferisch durch die Wuppertaler Innenstadt und nach einer Zwischenkundgebung vor dem Wuppertaler Stadtwerken endete die Demo nach ungefähr anderthalb Stunden in der Wuppertaler Fußgänger:innenzone.

Es gelang, der Demonstration einen klassenkämpferischen Charakter zu geben. Während des Flyers und dem Verteilen von Perspektive kam es zu vielen Gesprächen in denen die Menschen positiv und mit Interesse auf uns und unsere Positionen reagierten. Auch mobilisierten wir bereits für unsere nächste Demonstration am 03.10.