Heute fand am Amtsgericht Köln ein Verhandlungstermin zwischen dem Wohnkonzern DEWOG und unserer Kollegin Aysel statt. Dieser endete für den Anwalt der DEWOG nicht wie erwartet:
Schon zu Beginn erklärte die Richterin, das sie heute keine Entscheidung treffen wolle. Zum einen sehe sie die Notwendigkeit einen Gutachter zu bestellen, der feststellt, ob der massive Schimmelbefall in Aysels Wohnung auf falsches Lüften oder auf Baumängel zurückzuführen sei.
Denn grundsätzlich muss die DEWOG nachweisen, dass Aysel nicht richtig gelüftet hat – und daran lässt selbst das von der DEWOG in Auftrag gegeben Gutachten Zweifel aufkommen, wie die Richterin feststellte. Wer unser Video von Aysels Wohnung sieht, der erkennt bereits mit bloßem Auge, dass es sich hierbei nicht um Lüftungsprobleme handelt. Auch ein Gutachten der Stadt hat dies mittlerweile nahegelegt.
Zudem habe der Anwalt von Aysel durch einen kürzlichen Anwaltswechsel nicht genug Zeit gehabt um ihre Punkte in der Sache vorzutragen. Er soll nun Zeit bekommen sich in die Sache einzuarbeiten.
Dadurch, dass nun ein Gutachter Aysels Schimmelwohnung in Augenschein nehmen muss, wird sich der Prozess um mehrere Monate verzögern.
Es ist damit ein kleiner Zwischenerfolg im Kampf von Aysel gegen die DEWOG, die damit vor einer möglichen kurzfristigen Wohnungslosigkeit geschützt wird. Denn genau das hatte die DEWOG mit ihrer Räumungsklage ja vor.
Es bedeutet auch, dass unsere Kampagne #DewogAbzocke Stoppen nun in die nächste Runde geht. Denn in den letzten Monaten haben wir viele weitere Menschen kennengelernt, die von ähnlichen Problemen berichten wie Aysel. Eine gemeinsame Organisierung wird der nächste Schritt sein!

Hier das Video der Rede vor dem Gericht: https://www.instagram.com/p/CQt1-9HCqR0/