Als Solidaritätsnetzwerk unterstützen wir den Aufruf des Frauenkollektivs zum 8. März. Solange Menschen aufgrund ihres Geschlechts unterdrückt werden, wie es in Deutschland auch heute noch täglich der Fall ist, kann niemand in diesem Land wirklich frei sein. Als Menschen aller Geschlechter müssen wir daher unsere jeweilige Rolle im Kampf gegen die geschlechtliche Unterdrückung einnehmen.  Auch wir werden die Situation der Frauen in Krise und Pandemie in mehreren Aktionen um den 8. März ins Zentrum stellen. Hier findet ihr unsere Vision zum Thema unter dem Titel „Nein zur Unterdrückung der Frau – für ihre Gleichberechtigung auf allen Ebenen„.

 

Die aktuelle Lebensrealität aller arbeitenden Menschen, Studierenden, Azubis und Rentner:innen ist gerade heftigst geprägt von der Corona-Pandemie, deren Auswirkungen und der aktuellen Wirtschaftskrise. Doch vom gesellschaftlichen Ausnahmezustand sind nicht alle gleich betroffen!

Wir Frauen, insbesondere diejenigen von uns, die in systemrelevanten Berufen arbeiten, leiden unter dieser krassen Situation besonders und gehen weit über unsere Belastungsgrenzen hinaus!

Wir gehen für unseren Lohn arbeiten, im Homeoffice oder auf Arbeit, schmeißen nebenbei den Haushalt und erziehen unsere Kinder. Gleichzeitig sind wir Lehrerinnen, emotionale Seelsorgerinnen für unser soziales Umfeld und managen sämtliche Probleme, die anstehen. Und damit einhergehend werden Erwartungen an uns gestellt, denen wir nicht gerecht werden können, nicht wollen und nicht werden! Und dennoch halten wir die Gesellschaft am laufen!

Uns als Frauenkollektiv ist klar, wie vielen Frauen es in den eigenen 4 Wände gerade wahnsinnig schlecht geht. Und genau aus diesem Grund wollen wir eure Situation, eure Geschichten, Erfahrungen und Forderungen hören, um sie dahin zu tragen wo sie hingehören! Nicht hinter verschlossene Türen – sondern auf die Straßen.

Am 8.März zum internationalen Frauenkampftag! Wir müssen zusammenhalten, Frauensolidarität leben und sagen:

Uns reicht es! Wir nehmen die Situation nicht mehr so hin! Schreibt uns, schickt uns Sprachnachrichten, Videos, lasst euch von uns interviewen und kommt am 8.März mit auf die Straße! Traut euch!

Euer Frauenkollektiv