Aktionstag 5.12: Kundgebungen, Infotische und Satire gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf unseren Rücken!

In fünf Städten haben wir heute wieder Aktionen unter dem Motto „Die Krise – Nicht auf unserem Rücken!“ durchgeführt! Ob mit Kundgebungen, Infotischen oder satirischen Theater-Stücken haben wir unsere Kritik am kapitalistischen Krisenmanagement gezeigt.  Nur mit kontinuierlichem Widerstand können wir die Reichen dazu zwingen für die Krise zu bezahlen!
Das Solinetz Leipzig hat heute zusammen mit anderen Organisationen eine Kundgebung abgehalten. Unter dem Motto „Wir zahlen nicht für eure Krise!“ versammelten sich 150-200 Menschen, um sowohl die aktuellen Corona-Maßnahmen aus einer antikapitalistischen Perspektive aus zu kritisieren. Es gab einige Redebeiträge und musikalische Begleitung. Abstände wurden konsequent eingehalten und alle Teilnehmenden trugen Masken. In einigen Beiträgen wurde der Unterschied zu den Querdenken-Protesten thematisiert.
Das Bündnis aus Solidaritätsnetzwerk Leipzig, Prisma Leipzig, Ende Gelände Leipzig, SDS Leipzig und Rote Wende Leipzig hat damit einen vielversprechenden Auftakt für einen regelmäßigen Protest gemacht, der nun alle zwei Wochen stattfinden und eine Alternative zu den Querdenken-Protesten und zum angeblich „heldenhaften Rumsitzen“ vor dem Bildschirm anbieten soll. Wir freuen uns, dass immer mehr Organisationen aus ihrem halbjährigen Tiefschlaf erwachen und sich nicht davor scheuen, auch während der Pandemie auf den Straßen und Plätzen Stellung zu nehmen.
In Cottbus waren wir wieder auf dem Stadthallenvorplatz in Cottbus, um gegen die Abwälzung der Wirtschaftskrise auf unseren Rücken zu demonstrieren. Gemeinsam mit fast 60 Menschen aus der Cottbuser Friedensbewegung und verschiedenen anderen Organisationen, nahmen wir heute die kommende Haushaltsdebatte im Bundestag in den Fokus, wobei ein erhöhter Militäretat geplant ist.
In unserer Rede gingen wir dabei auf die geplante erneute Erhöhung des Rüstungsetats, die geplante Modernisierung der Luftwaffe und anderer Teile der Bundeswehr ein. Dies stellt eine besondere Absurdität in Zeiten dar, in denen Millionen um ihre Existenz bangen, kleine Selbstständige pleite gehen und die Grenzen des Sozialstaats an allen Ecken und Enden deutlich wie nie werden. Außerdem verteilten wir die neue Ausgabe der Perspektive und kamen mit verschiedenen Menschen über Krieg und Aufrüstung ins Gespräch.
In Hamburg fand der Aktionstag unter dem Motto #NichtAufUnseremRücken heute am Hauptbahnhof statt. Das Thema diesen Monat war „Gesundheit in der Corona-Krise“. Es gab verschiedene Reden von Genoss:innen von Young Struggle, Agif, der Internationalen Jugend und dem Solidaritätsnetzwerk. Wir sagen: Wir Arbeiter:innen, Jugendliche, Migrant:innen und Frauen zahlen nicht für die Krise – vor allem nicht mit unserer Gesundheit. Viele Passant:innen sind stehen geblieben und haben zugehört, sich mit uns ausgetauscht und haben ihre Forderungen auf unserem Transparent ausgeschrieben.
In Köln haben wir dieses Mal eine satirische Kundgebung unter dem Motto „Dieses Jahr keine Geschenke für Kinder… sondern für Konzerne!“ durchgeführt. Zur „Großen Bescherung für Konzerne“ hatte „die Bundesregierung“ eingeladen. Bei der großen Feier verschenkte Finanzminister Olaf Scholz unser Steuergeld an die Konzerne; Gesundheitsminister beglückte die Konzerne mit unserer Gesundheit, da wir trotz Corona in Hotspot-Fabriken arbeiten müssen. Wirtschaftsminister Peter Altmeier freute sich den Konzernen unser Auskommen zu schenken in dem er ihnen bei Lohnsenkungen hilft; Und Bildungsministerin Anja Karliczek übergab den Konzernen feierlich die „Zukunft der Jugend“. Die Ministerinnen und Minister ebenso wie Moderatorin Merkel waren durch Masken und Weinachtsmützen gut zu erkennen. Viele Passant:innen blieben stehen und kamen mit uns am Infostand ins Gespräch.
In Berlin haben wir eine Kundgebung im Stadtteil Marzan veranstaltet, bei der wir auf die gesundheitlichen Folgen der Corona- und Wirtschaftskrise aufmerksam gemacht haben. Als Folgen wurden in den Reden kaputtgesparte Gesundheitssystem und die konsequenten Hygienemaßnahmen benannt. Solange Großkonzerne weiter offen haben und wir uns in vollgestopften Bahnen zur Arbeit schleppen, werden wir das Virus nicht erfolgreich eindämmen können. Solange Pfleger:innen unter schlimmen Arbeitsbedingungen arbeiten müssen, werden Kranke nicht ausreichend versorgt werden können. Einige Personen haben sich mit uns unterhalten sowie sich Infomaterial mitgenommen. Zudem gab es längere Schlangen vor dem Einkaufszentrum, sodass wir ein großes Publikum erreichen konnten.
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