Samstag, 13.3. | 14-16 Uhr |Hansaplatz
Die Initiative für ein Anti-Krisen-Bündnis in Hamburg hat bereits am 30.1.2021 eine Kundgebung durchgeführt, auf der auf Ursachen und Auswirkungen der gegenwärtigen Krise aufmerksam gemacht worden ist. Wir rufen nun zu einer weiteren Kundgebung auf, um den besonderen Belastungen durch die Einschränkungen der Corona-Pandemie für Frauen* Ausdruck zu geben und die Forderungen zum internationalen Frauenkampftag zu unterstützen.
Wir befinden uns erst am Beginn einer schweren internationalen Wirtschaftskrise. Die Auswirkungen sind schon jetzt für Millionen zu spüren. Besonders stark betroffen sind Frauen*, die im Beruflichen wie im Privaten einen Großteil der Krisenlasten zu tragen haben.
Schon zu normalen Zeiten erfahren Frauen* Diskriminierung und Benachteiligung, was sich z.B. materiell besonders darin äußert, dass sie immer noch schlechter bezahlt werden als Männer. Und nach wie vor wird ein Großteil der (unbezahlten) Care-Arbeit zu Hause von Frauen* getragen. In der Corona- Krise wird diese Last durch Schul-und Kitaschließungen, Home-Office bei gleichzeitiger Kinderbetreuung, Pflegearbeit von Familienangehörigen u.a. zusätzlich erhöht.
Stark zurück geworfen in häusliche Isolation nimmt auch die Gewalt gegenüber Frauen* und Kindern zu, bei gleichzeitiger Reduzierung der eh schon immer ungenügenden Hilfsangebote. Die Regierung kommt ihrem Auftrag zum Schutz von Frauen* und Kindern gegen Gewalt völlig ungenügend nach. Stattdessen werden die großen Unternehmen mit immer neuen Hilfspaketen unterstützt, um deren Profite nicht zu gefährden.
Darüber hinaus arbeiten Frauen* nach wie vor überproportional oft in schlecht bezahlten Berufen und sind deshalb besonders von Kurzarbeit und Entlassungen getroffen. Auf der anderen Seite stehen Frauen* im Gesundheitswesen, in den Krankenhäusern und Pflegeheimen, aber auch in Supermärkten und Logistikzentren an vorderster Front, um unter schwierigen Bedingungen in der Corona- Krise den Laden am Laufen zu halten. Diese Berufsgruppen sind schon lange gesellschaftlich vernachlässigt und brauchen anstelle von Klatschen und einer einmaligen Bonus-Zahlung endlich bessere Arbeitsbedingungen, höhere Löhne und eine bessere Personalausstattung.
Wir unterstützen deshalb die Aktionen und Forderungen der Organisationen zum internationalen Frauenkampftag und wollen uns mit der Kundgebung an den Mobilisierungen für Frauenkämpfe beteiligen.
Ihre Krise- Nicht auf unserem Rücken!
Kommt am 13.3 um 14 Uhr zum Hansaplatz!
Bei der Kundgebung achten wir auf Abstand, das Tragen einer Maske und sonstige Regeln, um niemanden einer erhöhten Gefahr auszusetzen.