Seit Beginn der Pandemie zeigt sich die Wirtschaftskrise immer deutlicher. Die offiziellen Arbeitslosenzahlen sind auch 2021 im Vergleich zum Vorjahr beinahe um eine halbe Million gestiegen und liegen somit bei 2.827.449. Sieht man hinter die Tricks der Agentur für Arbeit, kann man noch beinahe eine weitere Million dazurechnen. Viele weitere arbeiten in Kurzarbeit – und finanzieren somit ihr Gehalt aus den eigenen Steuerabgaben! In vielen anderen Ländern ist die existenzielle Bedrohung der Menschen noch akuter, sodass laut Schätzung der Welthungerhilfe bald womöglich eine Millliarde Menschen hungern könnten. 
Haben wir diese Entwicklung allein dem Covid-19 Virus zu verdanken? Wie so oft scheinen Krisen in den Medien auf unvorhersehbare Ereignisse oder individuelle schwarze Schafe reduzierbar zu sein – gierige Banker, unkluge Immobilienkäufer, Naturkatastrophen etc. Wir wollen bei diesem Treffen eine alternative Theorie diskutieren – dass sich Krisen im Kapitalismus aus der Notwendigkeit zur Überproduktion ergeben, und Corona diese lediglich verschärft hat. Wir werden uns ebenfalls darüber unterhalten, wie Kapitalist:innen von Krisen profitieren und sie zur Stärkung ihrer Monopole nutzen. Um das zu tun, wollen wir an einige grundlegende Konzepte der marxistischen Ökonomie heranführen. Natürlich wollen wir diese auch kritisch diskutieren – wie aktuell sind die Erkenntnisse aus Marx‘ Kapital noch heute? Welche Wege gibt es, die uns aus der Krise führen können? Wir freuen uns auf einen informativen Austausch mit euch!