Rückblick auf unsere Aktivitäten im April:

Gemeinsam gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn

Bereits am 14.4. beteiligten wir uns an der Großdemonstration unter dem Motto „Mietenwahnsinn widersetzen“. Über 20.000 Menschen nahmen daran teil, ein Zeichen dafür, dass die Frage nach bezahlbarem Wohnraum immer dringender wird. In Berlin gründen sich immer mehr Initiativen von MieterInnen, die die Sache nicht weiter nur in den Händen der großen Immobilienfirmen belassen wollen, sondern sie selbst in die Hand nehmen, um für ihre Interessen zu kämpfen. Das begrüßen und unterstützen wir. Ob Mieterhöhungen, verpfuschte oder ausstehende Reparaturen oder Zwangsräumungen, das sind alles Dinge, gegen die wir uns gemeinsam und solidarisch wehren können.

Einen kurzen Bericht gibt es auch hier: https://perspektive-online.net/2018/04/mietenwahnsinn-widersetzen/

 

Proteste gegen die Axel-Springer-Preisverleihung an Amazon-Boss Jeff Bezos

Am 24.4. protestierten mehrere Hundert Amazon-ArbeiterInnen gegen die Verleihung des Axel-Springer-Awards an Jeff Bezos (Amazon-Chef). Dieser wurde mit dem Preis für sein „visionäres Unternehmertum“ ausgezeichnet. Aus sechs Standorten in Deutschland, sowie aus Polen, Spanien und Italien, waren KollegInnen von Amazon nach Berlin gekommen. Aufgerufen hatte die Kampagne „make amazon pay“, sowie ver.di. Wir vom Solinetz Berlin haben uns ebenfalls an der Demonstration und Kundgebung beteiligt.

Besonders betont wurden in den Redebeiträgen die schlechten Arbeitsbedingungen bei Amazon. Die KollegInnen stehen unter enormen Druck, durch ständige Kontrolle, ein extrem hohes Arbeitstempo und sogenannten „Feedback“-Gesprächen mit Vorgesetzten. Aber auch, dass Jeff Bezos Reichtum – er ist erst kürzlich zum reichsten Mann der Welt gekürt worden – auf der Arbeit der hunderttausenden ArbeiterInnen beruht, wurde genannt. Von den internationalen KollegInnen wurde bekräftigt, dass der Kampf auch international geführt werden müsse.

Für kurze Unruhe sorgte der Auftritt von Andrea Nahles (SPD). Jedoch konnte ihre Rede durch Parolen wie „Hartz IV, das wart ihr!“ übertönt werden.

Wir solidarisieren uns auch weiterhin mit den Streiks und Kämpfen der Amazon-ArbeiterInnen.