[Köln] Solidarität statt Repression

Festgenommen und angezeigt. Kollege steht vor Gericht, weil er gegen rechte Hetze auf der Straße war.

Im Bezug auf den tragischen Mord eines jungen Mannes, im September, in Chemnitz haben Rechte Gruppen massiv gegen MigrantInnen mobilisiert. So wurden MigrantInnen auf offener Straße gejagt und verprügelt. Die Situation nutzen Rechte Gruppen bundesweit aus. So auch die Rechte Gruppe „Patrioten NRW“, welche am 18.08.18 eine Versammlung in Köln abhielt.

Natürlich blieben AntifaschistInnen, MigrantInnen und KollegInnen aus dem Solidaritätsnetzwerk nicht regungslos und beteiligten sich an den Gegenaktionen an diesem Tag, zu denen das antifaschistische Bündnis Köln gegen Rechts aufgerufen hatte. Unter ihnen der Kollege Tolga. Ein junger Mensch mit Migrationshintergrund. Schwarze Haare und Bart haben ihn neben seinem schwarzen Kollegen in der ersten Reihe zur Zielscheibe für die Polizei gemacht.

So strömten von mehreren Seiten Polizisten in voller Kampfmontur in die GegendemonstrantInnen herein um unter anderem Tolga festzunehmen und prügelten wahllos auf BürgerInnen ein, die nicht einfach tatenlos zuschauen wollten. Nun soll Tolga vor Gericht gestellt werden.

Nach der NSU-Affäre und den zahlreichen Skandalen bei den Polizeibehörden, wie zuletzt aus Hessen, verurteilen wir die Maßnahmen der Polizisten gegen Menschen, die sich gegen Rassismus und Spaltung einsetzen. Wir akzeptieren keine Gewalt gegen AntifaschistInnen und fordern die Entfernung von Faschisten aus den Reihen der Polizeibehörden.

Wir, das Solidaritätsnetzwerk haben uns auf die Fahne geschrieben, die Solidarität unter uns ArbeiterInnen, MigrantInnen, Frauen, RentnerInnen und Jugendlichen praktisch werden zu lassen! Wir wehren uns gegen jede Ungerechtigkeit und verurteilen mit unserer lautesten Stimme die Repressionen gegen solidarische KollegInnen.

Unterstützt unseren Kollegen Tolga bei seinem Gerichtstermin und solidarisiert euch.

Wann: 09.01.2019, um 09:15 Uhr

Wo: Amtsgericht Köln, Luxemburger Str. 101