Bericht von den 1. Mai Aktivitäten des Solidaritätsnetzwerks

Hier findet ihr die Berichte von unseren 1. Mai Aktivitäten in Berlin, Cottbus, Freiburg und Köln!


Schon vor dem 1. Mai sind wir in Berlin auf die Straßen gegangen. Dort haben wir uns im Wedding an einer Demonstration unter dem Motto „Unsre Häuser – Unsre Kieze – Gegen die Stadt der Reichen!“ beteiligt. Organisiert worden war diese vom „Hände weg vom Wedding“-Bündnis. Auf der ganzen Demonstration war die Wohnungsfrage sehr präsent. Revolutionäre, Hausbesetzer und jede Menge MieterInnen aus dem Wedding riefen gemeinsam Parolen wie „Die Häuser denen, die sie brauchen!“ und „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Häuser klaut!“. Wir haben die Gelegenheit auch genutzt um die Aprilausgabe der Perspektive mit einem Leitartikel zur Wohnungsfrage zu verteilen. In vielen Gesprächen am Straßenrand war sowohl die Sympathie für die Demo zu spüren, als auch dass zahlreiche Menschen selbst von den überall in Berlin steigenden Mieten betroffen sind.

In Cottbus haben wir den Tag gemeinsam mit den Freundinnen und Freunden der Internationalen Jugend verbracht und sind auch mit einem gemeinsamen Transparent aufgetreten. Begonnen haben wir den Tag bei der zentralen Kundgebung der Gewerkschaften in Cottbus. Eine schöne Initiative für Cottbus ist die Organisierung einer kleinen 1. Mai Demonstration, die auch zugleich als Brücke ins Cottbuser Strombad führte, wo eine von einem breiten linken Bündnis organisierte Veranstaltung den weiteren Tag füllte. Neben Unisono, der Roten Hilfe, dem Geflüchtetennetzwerk, dem Aktionskollektiv Cottbus haben auch wir dort einen Stand organisieren, an dem wir einige Interessierte an unserer Arbeit kennen gelernt haben. Bei einer anschließenden Podiumsdiskussion wurden verschieden Perspektiven und Ansätze zur Situation der fortschrittlichen Kräfte in Cottbus in solidarischer Art diskutiert. Außer dem Solidaritätsnetzwerk nahmen das Aktionskollektiv, die Rosa Luxemburg Stiftung, attac, Mädchensache und das Frauenkollektiv Cottbus daran teil. Im allgemeinen wurde der Tag im Strombad als ermutigender Schritt hin zu einer solidarisch miteinander diskutierenden und kämpfenden linken Bewegung gesehen, der Mut für den Rest des Jahres macht.

In Freiburg nahm das Solidaritätsnetzwerk an der morgendlichen Demonstration im Antikapitalistischen Block teil, der mit ca. 1000 Protestierenden weit größer und lauter war als der DGB-Block. Anschließend zogen wir zum selbstorganisierten Straßenfest im Sedanviertel, wo wir mit einem Infostand auf unsere Arbeit aufmerksam machten. Wir konnten viele Flyer verteilen, die ausschließlich auf Zustimmung trafen und haben interessante Gespräche mit Anwohner*innen und Besucher*innen des Festes geführt. Alle waren sich einig: Ein solidarischer Zusammenschluss gegen Vermieter, Chefs und Abzockenternehmen – das ist eine gute Sache und das brauchen wir in Freiburg! Wir haben sie zu unserem ersten Stammtisch am Montag, den 13. Mai um 21 Uhr im Café „Atlantik“ eingeladen.

In Köln beteiligte sich das Solidaritätsnetzwerk an der Demonstration des DGB, die mit rund 7500 Personen größer Ausfiel als im Letzten Jahr. Hintergrund ist unter anderem die angekündigte Stellenstreichung von mehr als 4000 Arbeitsplätzen beim Autobauer Ford in Köln. Der „internationalistische Block“ in dem wir mitliefen, umfasste antikapitalistische und revolutionäre Organisationen aus der Türkei, Kurdistan, dem Iran und auch aus Deutschland. Zu Beginn und Schluss der Kundgebung konnten wir noch einige hundert Ausgaben der Perspektive-Zeitung unter die Menschen bringen.
Für uns in Köln ist der 1. Mai noch nicht vorbei. So findet am 4. Mai unser solidarisches Maifest im Stadtteil Kalk statt, welches wir mit verschiedenen lokalen Initiativen organisieren. Es soll ein kleiner Beitrag zum Kennenlernen, austauschen und dem Aufbau einer solidarischen Nachbarschaft werden. Damit wir wir in Zukunft mit unserem Problemen mit Vermieter, Jobcenter oder Chef nicht mehr allein darstehen.